UMTS: Teurer Start & erfreuliche Entwicklung
Als sich im Jahre 2000 sechs Mobilfunkfirmen mit der damaligen Regulierungsbehörde, der heutigen Bundesnetzagentur, zur Versteigerung der UMTS-Lizenzen trafen, wurde ein Rekorderlös von über 50 Milliarden Euro erzielt. Die beteiligten Firmen erhofften sich aus diesen Ausgaben für UMTS schnelle Gewinne und investierten daher äußerst hohe Summen in den Kauf. Die Zeit war jedoch noch nicht reif für mobiles Internet und damit auch nicht für UMTS.
Mit dem Blackberry und iPhone macht UMTS Spaß
"Rückenwind" erhielt die Entwicklung des mobilen Internets erst durch die wachsende Verbreitung von mobilen Endgeräten wie Blackberry und iPhone, dadurch wuchs das Interesse der Kunden an der mobilen Nutzung des Internet massiv an, schreckten vorher die hohen Kosten für UMTS doch viele Kunden ab. Nachdem die Hersteller in die Versteigerungsschlacht zogen und Lizenzen zu horrenden Summen erwarben, gaben einige diese Lizenzen schnell wieder ab.
Indessen steht nun bereits die Nachfolgetechnologie LTE in den Startlöchern, aber die Nutzung mobilen Internets via UMTS nimmt nun ebenfalls zu. Dank Weiterentwicklungen wie HSDPA ist UMTS mittlerweile auch viel leistungsfähiger geworden. Die damals zurückgegebenen Lizenzen wurden im Mai 2010 erneut versteigert, allerdings unter dem von der Bundesnetzagentur angedachten Wert.
Die technische Seite von UMTS
Bereits vor der Einführung von UMTS war es möglich, mit dem Handy via GSM online zu gehen. Die möglichen Übertragungsraten reichten jedoch kaum um E-Mails zu verschicken, geschweige denn für anspruchsvollere Anwendungen. Heute kann die Performance von UMTS diejenige des heimischen DSL-Anschlusses erreichen.
Insbesondere seit Einführung des HSDPA-Verfahrens wurde UMTS leistungsstärker. Zu diesem Verfahren existiert auch ein Pedant für Uploads mit Namen HSUPA. Im Jahre 2010 nutzen bereits über 30 Millionen Menschen in Deutschland UMTS, bei weiterhin hohen Steigerungsraten.

