Schmalband: Surfen mit Analog- und ISDN-Modem
Unter der Begrifflichkeit "Schmalband" werden Internetzugänge zusammengefasst, die via Analog- oder ISDN-Modem realisiert werden. Die Übertragungsgeschwindigkeiten solch schmalbandiger Internetzugänge liegen heute bei 56 kbit/s (Analog-Modem), 64 kbit/s (ISDN-Modem) und 128 kbit/s (ISDN-Modem mit so genannter "Kanalbündelung", also zwei zusammengeschaltete Telefonleitungen).
Vom Schmalband mit 14,4 kbit/s bis zum DSL-Zugang
In den Anfangszeiten des populär werdenden Internets gab es nur Schmalband-Modems mit 14,4 kbit/s Übertragungsgeschwindigkeit aufwärts, Mitte/Ende der 1990er Jahre kam dann ISDN mit 64 kbit/s Speed dazu. Anfang des 21. Jahrhunderts kamen dann vermehrt DSL-Zugänge auf, die heute den Großteil der bundesdeutschen Internetzugänge ausmachen.
Schmalband, wenn kein DSL verfügbar oder nur selten online
Ungeachtet dessen gibt es noch viele Personen, die mit Internet by Call ins Internet gehen, sich also auf zumeist minutenbasierter Abrechnung mit einem Schmalband-Modem ins Internet einwählen. Warum kein DSL? Ganz einfach: Zunächst einmal gibt es in Deutschland noch mehrere hundert Gemeinden, die kein DSL-Netz haben. In diesen Regionen muss man zwangsläufig auf Schmalbandinternet zurückgreifen, wenngleich der neue Mobilfunkstandard LTE nach jahrelangem Warten Abhilfe verspricht. Zum anderen gibt es viele Personen, die das Netz nur sporadisch nutzen - für die lohnt sich der (etwas) teurere DSL-Anschluss vielleicht nicht immer, gleichwohl er deutlich mehr Komfort verspricht und auch mit einer Telefon-Flatrate kombiniert werden kann.
Schmalbandiges Internet unterscheidet sich nicht nur hinsichtlich der Geschwindigkeit von DSL, sondern auch hinsichtlich der Handhabung: Wer über Analogmodem (56 kbit/s Übertragungsgeschwindigkeit) ins Internet geht, blockiert die Telefonleitung; Telefongespräche sind dann nicht mehr möglich. Wer mit einem ISDN-Modem ins Internet geht (64 kbit/s Übertragungsgeschwindigkeit), blockiert eine der beiden Telefonleitungen; ein zeitgleiches Telefonat ist dann noch möglich. Wer mit ISDN und Kanalbündelung surft (128 kbit/s Übertragungsgeschwindigkeit) blockiert zwei Telefonleitungen; Telefonieren ist dann nicht mehr möglich. Außerdem kostet ISDN mit Kanalbündelung doppelt so viel wie die "einfache" Interneteinwahl.
Vorteile von DSL gegenüber Schmalband
Wer DSL bekommen kann, sollte einen Umstieg von Schmal- auf Breitband ernsthaft in Erwägung ziehen, denn ein DSL-Zugang hat mehrere Vorteile:
- Schneller durchs Internet surfen, dadurch komplexere Anwendungen möglich, etwa YouTube- Videos und Filmübertragungen via Internetfernsehen (IPTV).
- Internettelefonie (VoIP) möglich, dadurch Kostenersparnis - auch für Telefonate ins Ausland.
- DSL-Flatrates und Flatrates für Telefongespräche ins deutsche Festnetz gibt es oftmals als Kombi-Angebot.
- Die Telefonleitung bleibt immer frei - kein Ärger mehr in Familien oder Wohngemeinschaften.
- Mehr DSL-Speed für mehrere Teilnehmer - alle surfen mit ordentlicher Bandbreite parallel im Internet.
- Mit DSL und einem kabellosen WLAN-Router (gibt's bei DSL-Erstanschluss zumeist kostenlos oder für kleines Geld!) kann man kabellos ins Internet gehen - das ist ruckzuck konfiguriert.
- Dank pauschaler DSL-Flatrate entfällt der mühselige Vergleich von Schmalband-Internettarifen über den Internet by Call-Rechner - man surft zum Festpreis und hat alle Kosten gedeckelt.
- Telefon- und DSL-Rechnung sind übersichtlicher und lassen sich leichter kontrollieren.
- Dank WLAN-Router können Sie verschiedene Geräte ans Netz bringen, neben PC und Notebook auch Smartphone oder einen Tablet-PC wie das iPad von Apple.
- Kosten für DSL sinken nach wie vor: DSL-Flatrate und Telefon-Flatrate kosten nur noch zwischen 20 und 40 Euro, abhängig von DSL-Geschwindigkeit und Features - nutzen Sie unseren DSL Vergleich und vergleichen Sie selbst!
- ... und einige mehr!
Keine Frage: DSL ist mittlerweile Standard beim Internetzugang - wer die Wahl hat, sollte darauf zurückgreifen. Wer kein terrestrisches DSL bekommt, darf sich auf den Mobilfunkstandard LTE freuen - das verspricht im Durchschnitt (noch) keine echten Highspeed-Geschwindigkeiten (die Kapazitäten des Mobilfunknetzes sind beschränkt) und dürfte auch teurer sein als ein "normaler" DSL-Zugang. Aber es ermöglicht schnelles Internet - und darauf warten schließlich die meisten Internetsurfer in den noch nicht mit DSL versorgten Regionen.

