Der Datenklau im sozialen Netzwerk SchülerVZ mahnt Internetnutzer zur Vorsicht im Umgang mit sensiblen und persönlichen Daten. Oft reichen schon einfache Maßnahmen und Überlegungen, um sich wirksam zu schützen.
Berlin (afp/red) - Die offensichtlichste Möglichkeit, im Internet persönliche Daten anzugeben, ist das Ausfüllen von Formularen auf Internetseiten - für Gewinnspiele, Newsletter, beim Einkaufen oder Online-Banking. Eine wichtige Rolle spielen sogenannte soziale Netzwerke - wie SchülerVZ, Facebook oder Xing. Dort legen Nutzer persönliche Profile an und verbinden sich virtuell mit Freunden, Verwandten und Kollegen. Internetnutzer geben beim Surfen aber auch Informationen preis, ohne es zu merken: Bei jedem Besuch einer Website wird die sogenannte IP-Adresse des Nutzers für den Betreiber der Seite sichtbar.
Oft werden diese Informationen für Werbung verwendet, die genau auf den jeweiligen Nutzer zugeschnitten ist. Arbeitgeber nutzen das Internet häufig auf der Suche nach Informationen über Bewerber. Die leichtsinnige Preisgabe persönlicher Daten kann aber auch finanzielle Folgen haben. So nutzen Kriminelle immer wieder Kreditkarten- und Bankverbindungsdaten, um illegal Geld vom Konto der Inhaber abzubuchen.
Generell sollte auf jedem Computer, der zum Surfen im Internet und für Bankgeschäfte verwendet wird, ein Anti-Viren-Programm und eine Firewall installiert sein. Entsprechende Programme gibt es kostenlos im Internet. Diese Programme müssen genauso wie das Betriebssystem und der Browser, der zum Betrachten von Internetseiten verwendet wird, regelmäßig aktualisiert werden. Meist lässt sich einstellen, dass dies automatisch geschieht.
Der beste Datenschutz ist, Daten gar nicht erst zu veröffentlichen. Doch auch wer nur wenige Daten preisgibt, sollte sich genau überlegen, wer diese sehen darf. So ist es in sozialen Netzwerken meist möglich, genau zu bestimmen, wer welche Daten lesen darf - zum Beispiel nur direkte Freunde, alle Nutzer eines Netzwerks oder sogar jeder Internetnutzer. Übrigens: Das nachträgliche Löschen von Daten nützt nichts - irgendwo finden sich immer noch Spuren der alten Informationen und Fotos.
Um von einem Anbieter Informationen per E-Mail zu erhalten, ist nur die Angabe der E-Mail-Adresse nötig. Anbieter von Gewinnspielen etwa sammeln teils mehr Daten als sie benötigen, um diese dann weiterzuverkaufen. Seriöse Anbieter von Onlineshops geben sich klar zu erkennen. Sie haben ein Impressum mit kompletter Anschrift, klare Geschäftsbedingungen und einen preiswerten Telefonservice. Vertrauenswürdig sind Onlineshops, die mit den Siegeln "Trusted Shops", "S@afer-Shopping" oder "Geprüfter Online-Shop EHI" ausgezeichnet sind. Zudem müssen Bankdaten über eine sichere Internetverbindung übertragen werden, die über die Zeichenfolge https:// in der Adresszeile und ein kleines Schloss-Symbol zu erkennen sind.