Die Nutzung des Internets parallel zum laufenden Fernseher gewinnt in Europa laut einer neuen Studie zunehmend an Beliebtheit. Knapp jeder fünfte Deutsche schaut während des Surfens fern.
Karlsruhe (red) – Mehr und mehr Europäer nutzen Fernsehen und Internet parallel zueinander. 22 Prozent nutzen das Web bereits regelmäßig parallel zum Fernseher. Die Quote ist somit seit 2006 um deutliche 38 Prozent gestiegen. In Deutschland sind die Zahlen um 12 Prozent gestiegen, somit sieht knapp jeder fünfte fern, während er surft. Bei den Parallelnutzern sind Online-Netzwerke (53 Prozent europaweit) und Instant-Messaging-Dienste (51 Prozent europaweit) besonders beliebt.
Laut dem aktuellen "Media Multi-Tasking 2009"–Report, der von der European Interactive Advertising Association (EIAA) herausgegeben wurde, geben Multi-Tasker häufiger im Netz ihr Geld aus. Sie kaufen beinahe doppelt so häufig im Internet ein wie ein Nutzer, der Internet und TV nicht parallel nutzt. Beim Online Shopping gaben die Europäer rund 26 Prozent mehr Geld aus als Nicht-Multi-Tasker. Fast ein Viertel aller Parallelnutzer surft zusätzlich noch regelmäßig mit dem Handy im Internet.
Die Mehrheit der Parallelnutzer ist europaweit unter 35 Jahre alt. Rund 30 Prozent der Deutschen sind dabei zwischen 16 und 24 Jahren alt. Aber auch die so enannten "Silver Surfer", also die über 55-Jährigen, konsumieren Fernsehen und Internet zunehmend parallel. Diese Gruppe zeigt auch einen enorm großen Zuwachs. Seit 2006 stieg die Zahl der europäischen Parallelnutzer im höheren Alter um 75 Prozent. Die Studie umfasste insgesamt 9.095 Interviews und soll die Zielgruppe von Werbung gezielter definieren.