Die meisten Weblogs werden offenbar nach kurzer Zeit zu Internetleichen. Die Gründer verlieren demnach entweder die Lust am Schreiben, haben keine Zeit mehr oder sind enttäuscht über den mangelnden Zuspruch.
Wien (red) – Laut einem Bericht des Online-Magazins Standard.at entpuppen sich mittlerweile die meisten Weblogs als Internetleichen. Ein Test mit Technorati, einer Suchmaschine für Blogs, ergab, dass rund 95 Prozent aller Seiten brachliegen. Die anfangs hochengagierten Nutzer verlören mit der Zeit das Interesse, hätten keine Zeit mehr oder ärgerten sich darüber, dass niemand ihre Blogs liest. Immer mehr Blogger zöge es auch zu Webphänomenen wie Facebook und Twitter.
Trotzdem gehören Blogs fest in den Internetalltag, darüber ist man sich in der Branche einig. Sie erfüllen sowohl einen privaten als auch einen geschäftlichen Zweck. In der Entwicklung von Blogs hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Es fand eine Festigung statt und die Nutzer können nun die für sie am besten geeignetste Form wählen. Für die einen ist der normale Blog am besten, für andere ist es Microblogging wie bei Twitter.
Die anfänglichen Erwartungen, dass mal jeder Nutzer einen Blog haben wird, sind sicherlich überzogen gewesen. Jedoch empfehlen Experten insbesondere Firmen, nicht auf einen Blog zu verzichten. Der digitale Dialog wird als Erfolgsfaktor für eine authentische Auseinandersetzung mit Interessenten gesehen - auch wenn das bei privaten Blogs nur selten der Fall ist: Technorati zufolge wurden von 133 Millionen verfolgten Blogs nur 7,4 Millionen innerhalb von 120 Tagen aktualisiert. In der Bloggerszene kursiere sogar der böse Scherz, wonach ein Blog im Schnitt nur ein Publikum von einem Nutzer habe.