szmtag
09.06.2009
Ausgedient

Schmalband-Internet: Nutzung geht um 70 Prozent zurück

Das Internet-Surfen per Analog- oder ISDN-Anschluss spielt in Deutschland fast keine Rolle mehr. Im vergangenen Jahr war gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang um 70 Prozent zu verzeichnen. Für 2009 wird eine weitere Halbierung der Nutzung erwartet.

Berlin (red) - Die Summe der Einwahlminuten per Schmalband sank 2008 auf 10 Milliarden Minuten, ein Rückgang um 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Seit dem Höchststand mit 127 Milliarden Minuten im Jahr 2001 sinkt dieser Wert kontinuierlich. Der Hauptgrund dafür liegt im schnellen Ausbau der Breitband-Infrastruktur. 2009 wird sich die schmalbandige Internetnutzung voraussichtlich abermals halbieren.

60 Prozent haben Breitband

Diese Berechnungen des Branchenverbandes Bitkom basieren auf neuen Zahlen der Bundesnetzagentur. Anfang 2009 hatten drei Viertel aller deutschen Haushalte einen Internetzugang, fast 60 Prozent verfügten über einen schnellen Breitband-Anschluss. Zu diesen schnellen Zugängen zählen laut EU-Definition alle Anschlüsse, die mehr als 128 Kilobit/Sekunde (kbit/s) übertragen. In Deutschland gibt es jedoch praktisch keine Breitband Angebote unter 384 kbit/s.