szmtag
14.10.2009
Digitale Dividende

Neues Funk-DSL macht der DSL-Diaspora Hoffnung

Spätestens im Februar sollen die Frequenzen aus der Digitalen Dividende versteigert werden. Damit rückt die Versorgung ländlicher Gebiete mit schnellen Internet-Zugängen einen großen Schritt näher - doch nicht alle befürworten den schnellen Schritt.

Bonn (afp/red) - Der Beirat und inzwischen auch die Präsidentenkammer der Bundesnetzagentur gaben am Montag bzw. Dienstag grünes Licht für die Vergabe der neuen Mobilfunk-Frequenzen. Das Gremium aus Vertretern des Bundestages und der Länder zeigte sich nach eigenen Angaben "befremdet" über die Kritik der EU-Kommission. Es forderte die Netzagentur auf, die Bedenken zurückzuweisen.

E-Plus und o2 sehen sich im Nachteil

Die Versteigerung der Frequenzen steht im kommenden Jahr an. Um die ländlichen Regionen besser mit schnellem Breitband-Internet zu versorgen, sollen dabei bestimmte Frequenzen unter den Mobilfunkanbietern versteigert werden. Diese Frequenzen sind bei der Umstellung der Fernsehausstrahlung auf digitale Signale, das sogenannte DVB-T, freigeworden. Die beiden kleineren Mobilfunkanbieter E-Plus und o2 sehen sich durch das beschlossene Verfahren zur Frequenzvergabe im Nachteil gegenüber den Konkurrenten T-Mobile und Vodafone.

Die Kritik aus Brüssel

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" hatte am Wochenende berichtet, die EU-Kommissarin für Telekommunikation, Viviane Reding, bezweifle, dass die vorgesehenen Auktionsregeln mit EU-Recht vereinbar seien. Es zeichne sich bei der Frequenzvergabe eine "eindeutige Diskrepanz" zu Lasten von E-Plus und o2 ab. Um Chancengleichheit herzustellen, sollten demnach T-Mobile und Vodafone einen Teil der Frequenzen aus dem 900 Megahertz-Spektrum, die ihnen die Netzagentur bis 2016 zugeteilt hatte, an die beiden Konkurrenten abgeben.