szmtag
15.07.2009
Bauern-DSL

Die Telekom macht der DSL-Diaspora wieder Hoffnung

Zwar gibt die Telekom jetzt weniger Geld dafür aus, doch zur Jahresmitte sind schon so viele Kooperationen zum DSL-Ausbau geschlossen worden wie im gesamten vergangenen Jahr. Das gilt vor allem für DSL auf dem Land.

Bonn (red) - Diese Gemeinden sollen bis Ende 2010 an das Breitbandnetz angeschlossen werden. Durch die vereinbarten Kooperationen erhalten rund 63.000 weitere Haushalte die Möglichkeit, mit Hochgeschwindigkeit im Internet zu surfen.

Die Nachfrage der Kommunen sei unter anderem durch die Breitbandinitiative der Bundesregierung im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegen, berichtet die Telekom. Deshalb werde der Magenta-Konzern auch nicht alle Anfragen positiv beantworten können und sich auch nicht an sämtlichen Ausschreibungen beteiligen. "Wir können nicht alleine das Breitbandziel der Bundesregierung erfüllen", so T-Home-Chef Niek van Damme.

Allerdings hat der Konzern im laufenden Jahr seine Gesamtinvestitionen in den Breitbandausbau für dieses Jahr um 100 Millionen auf 200 Millionen Euro um ein Drittel reduziert - bedingt durch die wirtschaftliche Entwicklung und Regulierungsentscheidungen, heißt es aus Bonn. So stünden beispielsweise wegen der Absenkung bestimmter Entgelte, etwa dem für die Telefonleitung ins Haus des Kunden, weniger Investitionsmittel zur Verfügung.

Das Kooperationsmodell mit den Kommunen zum DSL Ausbau werde aber fortgeführt: Wo sich der Breitbandausbau nicht selbst trägt, können sich die Kommunen beteiligen und beispielsweise Kabelkanalanlagen oder Leerrohre zur Verfügung stellen. Alternativ sind Vereinbarungen über garantierte Mindestkundenzahlen und finanzielle Zuschüsse möglich. Insgesamt hat die Telekom seit 2007 nach eigenen Angaben rund 1000 solcher Kooperationen vereinbart.