Der Internethändler Amazon will offenbar das erste E-Book mit einem größeren Bildschirm zum Lesen von Zeitungen und Magazinen präsentieren. Das Kindle soll Zeitungen im DIN-A4-Format darstellen können. Es gibt jedoch Zweifel, ob das die Zeitungsindustrie retten wird.
News York/Hamburg (red) - Ob in der von Amazon für Mittwoch angekündigten Pressekonferenz eine neue Version des Lesegeräts Kindle vorgestellt wird, ist noch unklar. Für die gebeutelte Zeitungsindustrie wären solche Lesegeräte ein Weg, ihre kostenpflichtigen Abos zu vertreiben. Allerdings ist, obgleich sowohl das Kindle als auch ähnliche Produkte von Sony viele Fans haben, der Absatz bislang eher bescheiden.
Kritiker monieren beispielsweise, die Lesegeräte verfügten nur über einen schwarzweißen Bildschirm. Das mache das Lesen von Magazinen wenig attraktiv. Es kann zudem auch keine Videos abspielen, allerdings haben sich viele Internetnutzer an Nachrichtenvideos gewöhnt.
Die aktuellste Kindle-Version hat den Verlegern eine neue Vertriebsart ermöglicht. Besitzer eines Kindles können mittlerweile bis zu 60 Zeitungen abonnieren. Darunter sind Magazine wie "The New Yorker" und die "New York Times". Manche Händler wie Amazon wollen allerdings die Abo-Preise festlegen und den direkten Kontakt zu den Lesern kontrollieren.
Konkurrenz für die E-Books sind Tabletgeräte mit größeren Bildschirmen. Apple will solche Geräte möglicherweise bald einführen. Diese Geräte sind zwar nicht speziell für das Lesen von Zeitungen entwickelt worden, dafür kann man aber als Nutzer auf der Website des Verlegers die Publikationen lesen – umsonst.