Einige Tausend Bestandskunden werden derzeit angeschrieben und darauf hingewiesen, dass man an ihren DSL-Anschlüssen eine technische Umstellung vornehmen müsse. Das könne eine zehntägige Ausfallzeit zur Folge haben.
Montabaur (red) - Laut Berichten auf mehreren Webseiten und Einträgen in Foren hat der DSL Anbieter 1&1 (www.1und1.de) ein Schreiben an Resale-Altkunden verschickt, das bei diesen auf wenig Gegenliebe gestoßen ist. Angeschrieben wurden offenbar solche Kunden, die zwar einen DSL-Anschluss bei 1&1, ihren Telefonanschluss aber immer noch bei der Telekom liegen haben.
In diesem Schreiben habe 1&1 eine DSL-Ausfallzeit von rund zehn Tagen für den Fall, dass man sich nicht zu einem Komplettwechsel zu 1&1 entschließen könne, in Aussicht gestellt. Diesen - offenbar nicht problemlos möglichen - Wechsel empfiehlt das Unternehmen, um die "Qualität und Stabilität" des Anschlusses zu verbessern bzw. weiterhin zu gewährleisten.
Viele der angeschriebenen Kunden empfanden das Schreiben als drohend und fordernd, zumal der Umstieg auf einen 1&1-Komplettanschluss erneut eine 24-monatige Mindestlaufzeit zur Folge hätte. Laut 1&1 sei die Ausfallzeit von zehn Tagen primär auf eine entsprechende Bearbeitungszeit auf Seiten der Telekom zurückzuführen. Wechsele man auf einen 1&1 Komplettanschluss, sei der Umstieg innerhalb eines Tages möglich.
Profitieren vom Umstieg der Kunden auf einen Komplettanschluss könnten indes beide Seiten: Für 1&1 sind die alten Resale-Anschlüsse viel teurer als die neuen Komplettanschlüsse, zudem würde sich die Qualität der VoIP-Telefonverbindungen verbessern, da bei Anschlüssen im 1&1-Netz VoIP-Dienste priorisiert werden könnten. Ob die Art und Weise der Kundenansprache indes geeignet ist, um Bestandskunden weitere zwei Jahre an das Unternehmen zu binden, darf bezweifelt werden.