Kabel DSL: Internet mit DSL-Speed übers Kabelnetz
Eines vorab: Den Begriff "Kabel DSL" gibt es eigentlich gar nicht, dieser hat sich vielmehr umgangssprachlich für den schnellen Internetzugang über das Fernsehkabel eingebürgert. Eben so schnell wie DSL, aber nicht über die Telefonleitung realisiert, sondern über den Kabelanschluss.
Kabel DSL ist schneller als "normales" DSL
Und eigentlich ist auch die Aussage "so schnell wie DSL" mittlerweile nicht mehr korrekt - denn das so genannte "Kabel DSL" ist bereits sehr viel schneller als das herkömmliche DSL. Mit dem neuen DOCSIS 3.0-Standard erreichen die Kabelanbieter Übertragungsgeschwindigkeiten von sagenhaften 100 Mbit/s oder mehr - davon können die Telekommunikationsanbieter nur träumen; bei ihnen kann man derzeit maximal VDSL mit bis zu 50 Mbit/s mieten.
Erschwerend kommt hinzu, dass beim "normalen" DSL (= terrestrisches DSL) die DSL-Geschwindigkeit mit zunehmender Entfernung von der so genannten Vermittlungsstelle abnimmt, während die Kabel-Geschwindigkeit trotz zunehmender Entfernung von der so genannten Kopfstelle immer gleich bleibt. Bildlich zeigen wir das in unserem Artikel über Kabelinternet.
Kabel DSL heißt eigentlich Kabelinternet
Und genau das ist auch der richtige Begriff, der sich langsam aber sicher durchsetzt: Statt "Kabel DSL" heißt es schlichtweg "Kabelinternet" - eine Unterscheidung, auf die die Kabelanbieter großen Wert legen, denn sie vermarkten eben kein DSL, sondern einen Internetzugang über Kabel.
Konnte man früher über das Fernsehkabel lediglich TV-Sender empfangen, so sind die Kabelnetze mittlerweile modernisiert worden und können auch Daten senden - das ist freilich Voraussetzung für die Nutzung von Internet und auch für die Nutzung von Telefon. Wer heute ein modernisiertes, sowohl empfangendes wie auch sendendes TV-Kabel zu Hause hat, kann sich glücklich schätzen. Die Technologie des Kabelfernsehens ist zukunftsweisend, das Preis-Leistungs-Verhältnis attraktiv.

