Die Geschichte der Flatrate: Pauschal durchs Internet surfen
Die ersten Internet-Flatrates kamen Ende der 1990er Jahre auf dem Markt. Da es seinerzeit DSL nur in wenigen Gebieten als Testinstallation gab, wendeten sich entsprechende Tarifangebote an Schmalbandnutzer. Die Internet-Flatrate von T-Online etwa kam im Sommer 2000 auf den Markt und kostete 79 D-Mark, wurde aber schön im Spätfrühjahr des Folgejahres vom Markt genommen - wie alle anderen Schmalband-Flatrates über kurz oder lang übrigens auch. Der Grund ist naheliegend: Die Schmalband-Flatrates hatten den Providern offensichtlich große Verluste beschert.
Derweil die Schmalband-Flatrates seinerzeit allesamt eingestellt wurden, setzte die DSL-Technik ihren Siegeszug in Deutschland an. Die ersten DSL-Anschlüsse wurden von der Deutschen Telekom unter dem Markennamen "T-DSL" im Juli 1999 in den Städten Berlin, Bonn, Köln, Düsseldorf, Frankfurt/Main, Hamburg, München und Stuttgart geschaltet - damals noch mit einer Geschwindigkeit von 768 kbit/s im Down- und 128 kbit/s im Upstream und zunächst auch nur für Haushalte mit ISDN-Anschluss.
Auch mit einem DSL-Anschluss konnte man mit einer Flatrate im Internet surfen - und das sogar günstiger als mit einer Schmalband-Flatrate. Und dieser schon damals absehbare Trend hat sich in den vergangenen Jahren gefestigt: Surften 1999 nur 2900 Haushalte mit DSL im Internet, so waren es im Jahr darauf bereits 600.000 und danach 2,2 Millionen. Heute surfen über 13 Millionen Haushalte in Deutschland mit DSL - und was vor knapp zehn Jahren mit 768 kbit/s begann, ermöglicht heute Bandbreiten mit bis zu 50 Mbit/s - das ist 780 Mal schneller als mit ISDN!
Zwar kann man auch heute noch mit einer ISDN-Flatrate im Internet surfen - etwa über T-Online oder über Arcor -, doch lohnen sich solche Tarife nur noch für Haushalte, die aus technischen Gründen kein DSL bekommen können. Wer die Wahl hat zwischen einer DSL- und einer ISDN-Flatrate, der greift fraglos zum schnellen DSL-Angebot, das lohnt sich sowohl finanziell wie auch hinsichtlich des Surfkomforts.
Dieser kleine Flatrate-Exkurs auf Billiger-Surfen.de zeigt, dass sich der Trend zum Internet-Pauschaltarif schon vor über zehn Jahren abzeichnete. Heutzutage surft kaum ein Internetnutzer mehr ohne Flatrate im Internet, vielmehr werden die Flatrate-Pakete immer umfangreicher. Zu einer DSL-Flatrate bekommt man in der Regel heute auf Wunsch auch eine Telefon-Flatrate sowie eine Handy-Flatrate. Derart hat man alle Telekommunikationsangebote aus einer Hand und von einem Anbieter - Durcheinander bei Kündigungsfristen oder Abrechnungen entfallen so dankenswerterweise.

